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Trockenheit trotz Beregnung

Landwirtschaft

AMI hat bei Obst und Gemüse genau hingeschaut

Von der Trockenheit betroffen sind die großen Feldkulturen. Hingegen dürfen Obst- und Gemüseerzeuger, aber auch Winzer sich über eine gute Ernte freuen. Doch nicht schadlos, wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) bei genauerer Betrachtung festgestellt hat.

Bei Zweibeln gibt es in diesem Jahr ein Minus von 25 Prozent, im Osten auch bis zu 40 Prozent. Unterdurchschnittlich werden auch die Möhrenerträge in diesem Jahr sein. Bei Salaten musste vor kurzem der große Gemüseverarbeiter Bonduelle über Lieferengpässe berichten.

Viele Zwiebelflächen in Ostdeutschland müssen ohne Beregnung auskommen. Doch auch die satzweise angebauten Feldkulturen wie Salate, Broccoli, Blumenkohl oder Kohlrabi im Rheinland hatten in diesem Jahr nicht immer genug Wasser. Die Beregnungsmengen für die Landwirte sind festgelegt und nicht so ausgelegt, dass sie den vollständigen Wasserbedarf der Pflanzen decken.

Das hätte aber war in den vergangenen zwei bis drei Monaten der Fall sein müssen, weil der Regen von oben komplett ausblieb. Hatten die Landwirte ihre Jahreskapazität verbraucht, dürsteten auch die sonst gut versorgten Gemüsekulturen.

Deutlich abzulesen ist das an der Verkaufsmenge. Salate und Broccoli sind für alle deutschen Konsumenten in den Sommermonaten ausreichend vorhanden. Normalerweise finden für diese Sortimente keine Importe statt. Die heimischen Fehlmengen konnten aber auf die Schnelle nicht aus dem Ausland gedeckt werden. Gegenüber den drei vorangegangenen Jahren haben die Bundesbürger in diesem Sommer 18 Prozent weniger Eissalat, 41 Prozent weniger Blumenkohl und 22 Prozent weniger Kohlrabi eingekauft. Die Hitze hat manche Blattsalate schnell welken lassen. Die Verbraucher hätten in der Hitze gern mehr frische Salate auf dem Tisch gehabt. Salate waren daher knapp und stiegen im Preis um 25 Prozent. Die Temperaturen haben glecihzeitig die Nachfrage nach Kohlgemüse gedämpft. Broccoli war im Juni sogar zehn Prozent preiswerter als im Vorjahr.

roRo

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