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Trumps aktuelles Schattenkabinett

Landwirtschaft

Neue Gerüchte über US-Agrar- und Umweltminister

Donald Trumps US-Kabinett füllt sich langsam. Namen wechseln aber noch schnell für die Auswahl an Posten. Offen sind beispielsweise noch das Ministerium für Landwirtschaft und der Posten für die Umweltagentur. Der Blick auf die aktuell gehandelten Namen gibt den Horizont auf die Politik dahinter frei. Seit diesem Montag stehen zwei Personen im Scheinwerfer.

Agrar: Forrest Lucas

Der 74-jährige Gründer von Lucas Oil gilt nach Angaben von CNN derzeit als heißester Kandidat für das amerikanische Landwirtschaftsministerium. Der in Armut auf einer Farm geborene Lucas aus Indiana war unter anderem Fernfahrer, bevor er mit Erdöl reich wurde. Berühmt wurde er 2005 als er für 122 Millionen US-Dollar den Namen des Football-Stadiums der Indiana Colts kaufte.

Der umtriebige Lucas macht im Agrarsektor mit zwei Schwerpunkten auf sich aufmerksam. Zum einen unterstützte er den Film „Der Dog Lover“. Darin unterwandert eine Tierrechtsaktivistin eine private Hundezucht. Doch statt Qualzüchtungen aufzudecken, verliebt sie sich in den Sohn der Familie und entdeckt die Liebe zur Hundezucht. Sie findet sich im Happy End des Films auf der „Falschen Seite des Rechts“, wie der Untertitel des Films resümiert.

Das hat viel mit Lucas zu tun, der in Indiana eine Rennstrecke betreibt und dort gegen die „Human Society of the United States“ agitiert. Diese Tierrechtsorganisation verfolge die Abschaffung von Eigentumsrechten an Tieren die Abschaffung der Tierhaltung und sogar die Abschaffung von Haustieren.

Im Jahr 2011 hat er die Plattform „Protect the Harvest“ gegründet. Die Plattform sieht die Nutztierhalter in den USA in Gefahr und will über Mythen wie beispielsweise über die Gefahr von grüner Gentechnik aufklären. Das Motto der Plattform lautet: Keeping America Free, Fed & Fun.

Umwelt oder Energie: Myron Ebell

Der Sohn eines Rinderzüchters aus Oregon ist für zwei Ämter im Gespräch: Einmal als Direktor für die amerikanische Umweltagentur und einmal als Minister für das Energieministerium. Als Direktor für beide Bereiche steht er der Abteilung Energie und Umwelt des Competitive Enterprise Institutes vor. Das widmet sich dem Rückzug des Staates und der Rückkehr der unternehmerischen Politik. Nach eigenen Angaben hat Ebell sich als Farmerssohn früh dem Schutz der Umwelt gewidmet und festgestellt, dass die private Vorsorge besser als der staatliche Umweltschutz sei. Als Absolvent des Colorado College (B.A.) und der London Scholl of Economics (M.S.) habe er Energie und Umwelt stets zweigleisig bearbeitet, sei aber durch die Machtkonzentrationen der Umweltschützer in Washington früh „frustiert“ worden.

Er wendet sich gegen den Alarmismus der Klimawarner, gesteht jedoch Herausforderungen durch die Erderwärmung ein. Langfristig, denn kurzfristig seit der Kleinen Eiszeit habe sie die Erde grüner gemacht und die Produktionsbedingungen für Nahrungsmittel verbessert [1]. Das habe zu einer deutlichen Verlängerung der menschlichen Lebenszeit geführt. Der vom noch aktuellen US-Präsidenten umgesetzte Klimaplan habe nur geringe Effekte auf die Erderwärmung, wirke sich jedoch besonders negativ auf die Wirtschaft und den Lebensstandard der Armen aus.

Rastetter ist raus

Der Anfang November noch häufig genannte Bruce Rastetter ist mittlerweile aus dem Rennen ausgeschieden.

Lesestoff:

[1] Die Kleine Eiszeit gilt heute als kurzfristige natürliche Klimaschwankung zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Vorher gab es die Mittelalterliche Warmzeit ab dem Jahr 1.000, in der es in Südengland Weinanbau gab. Die anthropogene verursachte Klimwaerwärmung wird mit dem der industriellen Revolution und dem Anstieg der Emissionen durch die Technik angesetzt.

Kennen Sie Bruce Rastetter? https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/kennen-sie-bruce-rastetter.html

Roland Krieg

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