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TTP für US eine Frage des Milchpreises

Landwirtschaft

USA suchen neue Milchmärkte im Pazifik

In der vergangenen Woche hat US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack bei einem Gespräch mit Milchviehhaltern den Aufkauf von Cheddar Käse im Wert von 20 Millionen US-Dollar für die Verwendung in der heimischen Nahrungsmittelhilfe angekündigt. Damit sollen Überproduktion vom Markt genommen und die Milchpreise stabilisiert werden. Zwar erwarten die Amerikaner steigende Milchpreise bis zum Jahresende, doch sind die Preise innerhalb der beiden letzten Jahre um 35 Prozent gefallen.

Zur Stützung der Milchbauern wurden über das Dairy Margin Protection Programm allein im August 11,2 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Zahlungen für Risikoabsicherungen und gegen Preissenkungen summierten sich im letzten Jahr auf mehr als sieben Milliarden US-Dollar, teilt das Landwirtschaftsministerium mit.

In dem Zusammenhang verwies Vilsack auf die Notwendigkeit, das Transpazifische Handelsabkommen (TPP) zu ratifizieren. Das könnte der amerikanischen Milchindustrie einen zusätzlichen Mehrwert in Höhe von 150 bis 300 Millionen US-Dollar einbringen. Ein Vergleich der Milchexporte vor Abschluss jeglicher Abkommen mit den Erfolgen durch die Abkommen zeigt, dass die Milchexporte der USA bis 2015 von 690 Millionen auf 2,8 Milliarden US-Dollar angestiegen sind.

Eine in diesem Monat veröffentlichte Studie zum TTP warnt, dass ohne Ratifizierung, US-Milch nicht mehr wettbewerbsfähig sei, sofern Australien und Neuseeland Zugangspräferenzen nach Japan, Kanada und Vietnam erhielten.

Lesestoff:

Why Trade Agreements Matter: The Case for U.S. Dairy; USDA; October 2016 www.usda.gov

Roland Krieg

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