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UA: Inventur gegen den Kahlschlag

Landwirtschaft

Ukraine auf dem Weg zur Forststrategie

Vor zwei Jahren schon haben Experten des Thünen-Instituts in der Ukraine die Grundlagen der Waldinventur vermittelt. Nur wer weiß, wie viel Holz nachwächst, kann eine nachhaltige Forstwirtschaft betreiben. Die Ukraine ist einer der größten Rundholzexporteure in Europa, drohender Kahlschlag in abgelegenen Regionen hat die Ukraine schon 2015 aber zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Einem Exportstopp von Rundholz. Berichte über illegalen Holzeinschlag sind aber nie verstummt [1].

Mitte Dezember war das die Nationale Waldinventur auf einer öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses Thema. Die Inventur koste Geld und der Exportstopp bringe die Forstbetriebe in eine wirtschaftliche Schieflage, mahnte Igor Budsinsky von der staatlichen Agentur für Waldressourcen (SAW): „Wir brauchen ein langfristiges Programm der Waldentwicklung, gekoppelt mit einer entsprechenden Finanzierung“, zitiert ihn die Zeitung des Deutsch-Ukrainischen Agrarpolitischen Dialogs (APD).

Immerhin gibt es mit dem Gesetzentwurf 2379 Erfassung des Baumbestandes und Zugang zu den Wäldern regelt, doch das federführende Ministerium für Energie und Umwelt war auf der Sitzung nicht vertreten. Volker Sasse leitet das Waldprojekt im APD und blickte lieber nach vorn: „Noch in diesem Jahr wird ein Pilotset der erforderlichen Hard- und Software für die Absicherung weiterer Schulungsmaßnahmen zur Durchführung der der Nationalen Waldinventur beschafft.“

Folglich stehen 2020 Beratungsleistungen für die Entwicklung eines Waldprogramms in der Ukraine, die Finanzierung 2020 und sowie die Begleitung der Waldinventur in diesem Jahr auf dem Programm.

Lesestoff:

[1] Wie viel Rundholz kommt aus der Ukraine? https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/wie-viel-rundholz-exportiert-die-ukraine-in-die-eu.html

roRo

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