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Überregionale Nährstoffkreisläufe

Landwirtschaft

Nährstoffkataster in Niedersachsen kommt

Nachdem der niedersächsische Bauernverband seine Zustimmung gegeben hat, kann Landwirtschaftsminister Christian Meyer sein gewünschtes transparentes Nährstoffmanagement einführen, das auch en Nährstoffkataster für Gärreste enthält. Die Bauern werden nun Daten über Viehbestand, Fläche und Wirtschaftsdünger zusammen ziehen und melden.

„Ich bin sehr dankbar für diesen Konsens im Einklang mit den Landwirten in Niedersachsen. Das bringt uns einen großen Schritt nach vorn, um, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, ein einzelbetriebliches Nährstoffkataster aufzubauen. Meldungen, wonach das sogenannte „Güllekataster“ vom Tisch sei, sind falsch“, stellte der Minister klar. Anlass für die Schaffung dieses Katasters war der im letzten Jahr erschienene Nährstoffbericht, der in einigen Regionen Überdüngungen aufzeigte.

Die Daten werden einzelbetrieblich erhoben, die Interpretationen werden wohl überregional ausgelegt. Landvolk-Präsident Werner Hilse sagte dazu am Dienstag: „Ertragreiche Landwirtschaft und gut funktionierender Grundwasserschutz schließen sich nicht aus. Das beinhaltet auch eine arbeitsteilige Landwirtschaft, wie sie sihc in Niedersachsen in den vergangenen Jahren entwickelt hat.“ Im Sinn hat Hilse größere Wirtschaftskreisläufe, die sich wegen der Spezialisierungen der Agrarbetriebe ergeben haben. Die Tierhaltung in Westniedersachsen sei eng mit dem Ackerbau in anderen Landesteilen verknüpft. Aus der Hildesheimer Börde stammt das Futter, umgekehrt nutzen diese Bauern Gülle aus Cloppenburg oder Meppen. So ein überregionaler Kreislauf funktioniert nach Hilse vergleichbar wie der „übliche Nährstoffkreislauf auf ein und demselben Hof“. Er „habe lediglich größere Radien“. Das einzige was noch ausgebaut werden müsse, sind Lagerstätten in den Ackerbauregionen. Damit und verbesserter Ausbringungstechnik können die Emissionen aus der Landwirtschaft reduziert werden.

Roland Krieg

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