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UFOP fordert Zölle auf Palmöl

Landwirtschaft

Antisubventionsverfahren gegen Palmöl aus Indonesien

Die Union zur Förderung von Öl Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt, dass die EU-Kommission dem Antrag des Europäischen Biodieselverbandes (EBB) gefolgt ist und gegen Indonesien ein Antisubventionsverfahren einleitet.

Der Verband warnt davor, dass die in 2019 festgesetzten Importzölle durch den verstärkten Import von Palmöl zur Herstellung von Biodiesel in der Europäischen Union unterlaufen werden.

In Deutschland stieg gemäß des Evaluations- und Erfahrungsberichtes der Bundesanstalt für Landschaft und Ernährung (BLE) der Anteil palmölbasierter Biokraftstoffe und hier insbesondere in Form von Biodiesel im Jahr 2017 auf mehr als 0,5 Millionen Tonnen an. In den Vorjahren 2015 und 2016 waren es ca. 0,3 bzw. 0,43 Mio. t. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil Rapsölmethylester (RME) von 1,3 auf 0,8 Mio. t. Folglich mussten RME und Rapsöl unter Preisdruck exportiert werden.

Die Ursache für den Preisdruck ist der globale Anstieg der Pflanzenölproduktion. Im Wirtschaftsjahr 2018/19 werden weltweit erstmals mehr als 200 Mio. t Pflanzenöl produziert, davon etwa 72,3 Mio. t Palmöl (+4,3%). Diese Überschusssituation ist Ursache für den dauerhaften Preisdruck. Das Preisniveau auf der Großhandelsstufe ist auf 465 Euro je Tonne Palmöl und etwa 765 Euro je Tonne Rapsöl gesunken.

Angesichts der Preise zweifelt die UFOP an der Nachhaltigkeit der Palmölproduktion.

roRo

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