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US-Ökoverordnung für Fleisch erneut verschoben

Landwirtschaft

USDA verschiebt erneut Öko-Haltungsverordnung

US-Ökonutztierverordnung

Kurz vor seinem Auszug aus dem Weißen Haus hatte Barack Obama noch zwei Verordnungen zur Verschärfung der Produktion von Öko-Fleisch und zur Hennenhaltung verabschiedet. Eigentlich hätten sie am 20. März in Kraft treten sollen. Jetzt aber hat der Agriculture Marketing Service (AMS) das Gesetz erneut verschoben. Es soll erst am 14. November 2017 in Kraft treten.

Es ist die zweite Verschiebung. US-Präsident Donald Trump hatte es bereits auf den 19. Mai gelegt, weil die Regeln durch das amerikanische Landwirtschaftsministerium erneut überprüft werden müssten. Das AMS hat zu einer öffentlichen Stellungnahme aufgerufen. Im November könnte der Entwurf auch ganz gekippt werden. Der Gegenwind kommt von Farmern, die fürchten, durch steigende Kosten aus dem Geschäft gedrängt zu werden. Zweifel haben die Verbände für Schweinefleisch und der Eiererzeugung geäußert.

Tierschutzorganisationen hingegen sehen in dem Gesetz eine Harmonisierung und Stärkung der Regeln. Die Organic Trade Association (OTA) repräsentiert 350 Nutztierhalter mit rund 1,95 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr. Die Verschärfung der Regeln sei überfällig und erlaube den Tieren den freien Auslauf. Die Tiere sollen mehr Platz bekommen und kurative Eingriffe wie das Schnabelkürzen und Schwänze kupieren wird verboten.

Roland Krieg; Grafik: AMS im USDA

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