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USA steht drittgrößte Maisernte bevor

Landwirtschaft

Road Shows für US-Mais starten in diesen Wochen

Der amerikanische Mais steht gesund auf den Feldern und profitiert von der warmen und feuchten Witterung in der entscheidenden Wachstumsphase. Die Kolbengröße ist nach Angaben des US-Getreiderates genau richtig. Die US-Farmer hoffen bei 371,52 Millionen Tonnen Mais auf die drittgrößte Ernte ihrer Geschichte.

320 Millionen Tonnen werden auf dem Binnenmarkt genutzt und damit das höchste Volumen innerhalb der letzten fünf Jahre. Mit 62 Millionen Tonnen steht für den Export trotzdem auch eine besonders große Menge zur Verfügung. Die Lagerbestände sinken leicht im dritten Jahr in Folge auf 45 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2018/2019.

In den USA werden rund 140 Millionen Tonnen Mais direkt verfüttert. Für die Ethanolproduktion werden inklusive deren Beistoffe, wie die eiweißreiche Trockenschlempe, 142 Millionen Tonnen zur Seite gelegt. Für die menschliche Ernährung stehen konstant 38 Millionen Tonnen zur Verfügung.

Treiber für die steigende Maisnutzung im Binnenmarkt sind die sinkenden Preise der letzten Jahre gewesen. Nach der Ethanolproduktion geht der Biokraftstoff vermehrt ins Ausland, weil im Binnenmarkt die Preise derzeit auf sehr niedrigem Niveau liegen. Die steigende  Verfütterung von Mais resultiert aus der Suche nach preisgünstigen Alternativen der tierhaltenden Betriebe und einem Anstieg der Rinder- und Geflügelbestände in den USA.

Am Ende steht mit den 62 Millionen Tonnen Mais eine Rekord-Exportmenge zur Verfügung. Diese Menge trifft auf einen gut versorgten Markt, weil die Schlüsselländer der Maisproduktion ebenfalls hohe Erträge erwarten. Geringere Ernten haben bislang China und die EU sowie die Ukraine gemeldet, Brasilien und Argentinien erwarten geringere Ernten als im Vorjahr. Dennoch werden alle diese Länder mehr Mais und Maisprodukte exportieren. Die Nachfrage liegt weltweit mit 1.086,23 Millionen Tonnen um etwa vier Prozent höher als im Vorjahr. China allein wird in diesem Jahr 13 Millionen Tonnen mehr Mais importieren und überkompensiert den Nachfragerückgang in Südafrika, Japan und Kanada.

Damit die amerikanischen Exporte nicht ins Hintertreffen geraten, startet der US-Getreiderat in diesem Monat seine „Road Shows“ für Mais, Maisprodukte und Ethanol. In Vietnam, Thailand, Myanmar und den Philippinen haben die Marketingveranstaltungen bereits begonnen. In den nächsten Wochen finden sie auch Kolumbien, Taiwan, Japan, Südkorea, Nordafrika und dem Mittleren Osten statt.

Roland Krieg

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