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USA will mehr Rindfleisch nach Europa

Landwirtschaft

US-Rindfleisch: Vom Handelskrieg zu Importquoten

Europäer mögen Rindfleisch, aber keine Wachstumshormone. Gegen das verhängte Importverbot von US-Rindfleisch, das mit Hilfe von Wachstumshormonen erzeugt wurde, konnten die Vereinigten Staaten von Amerika einen Erfolg erzielen und den Bann bei der Welthandelsorganisation WTO im Jahr 2009 einreißen. Die EU konterte mit einer Importquote für Rindfleisch, das ohne Wachstumshormone gewachsen ist. Die Quote von rund 45.000 Tonnen für alle Länder konnten die USA jedoch im Wettbewerb gegen Argentinien und Uruguay in der EU nicht ausfüllen. Mehr als ein Drittel liefert sie nicht. Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten geriet der Rindfleischhandel zwischen den USA und der EU ins Visier von Strafzöllen – diesen Sommer jedoch vereinbarten Trump und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Verbesserungen im gegenseitigen Handel.

Darunter fällt auch Rindfleisch. Die Amerikaner wollen ihre Verkaufsmenge gerne erhöhen. Am Freitag hat der Ministerrat die Kommission zu Verhandlungen ermächtigt, mit den USA über hormonfreies Rindfleisch zu verhandeln. Der Rat will dabei die grundsätzliche Haltung gegenüber „Hormonfleisch“ nicht in Frage stellen. Der Bann bleibe bestehen. Auch die Quote von 45.000 Tonnen bleibt bestehen Die Kommission hat kein Mandat für eine Erhöhung. Wohl aber kann sie über eine Verteilung auf die Länder innerhalb der Quote verhandeln.

Roland Krieg

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