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Väterchen Frost hat europaweit zugeschlagen

Landwirtschaft

Frostschäden in Österreich, Spanien, den Niederlanden und Rheinland-Pfalz

Die Furcht der Landwirte war und  ist nicht unbegründet. Vor dem Wochenende hat der Frost zugeschlagen und erheblichen Schaden angerichtet.

Österreich war im letzten Jahr durch Spätfröste bereits betroffen. In den frühen Morgenstunden dieses 21. Aprils sanken die Temperaturen auf minus sechs Grad Celsius und haben vor allem in der Steiermark, Kärnten und im Südburgenland sowie dem Vorarlberg Blüten auf mehr als 12.000 Hektar zerstört. Die Hagelversicherung Österreich geht von einem Schaden in Höhe von 50 Millionen Euro aus. Der Klimawandel verfrüht die Vegetation. In Österreich wurde zudem der wärmste März aller Zeiten gemessen. Dann allerdings kam doch noch der Frost.

Im Südosten der Niederlande, in der Provinz Limburg, wurden eine Nacht vorher, vom 19. auf den 20. April mit minus drei bis vier Grad die kältesten Temperaturen seit 14 Jahren gemessen. Am Boden waren es sogar minus zehn Grad. Mit Wärme und Wasserkanonen haben die Obstbauern versucht ihre Blüten zu retten. Dennoch werden Ausfälle von bis 90 Prozent befürchtet.

Östlich von Valencia liegt die bekannte Weinregion Utiel-Requena. Die spanische Region wurde gleich zweimal von Hagel getroffen. Ader Hagelschlag am 18. und 20. April soll bei den Winzern einen Schaden von 500.000 Euro angerichtet haben. Betroffen sind auch Mandel- und Olivenbäume.

Wirtschaftsminister Volker Wissing in Rheinland Pfalz hat am Wochenende zusammen Landesbauernpräsident Eberhard Hartelt die Frostschäden in Appenheim und Bad Dürkheim besichtigt. Die Region Rheinhessen-Nahe war in den letzten Tagen besonders von Nachtfrösten betroffen. Die Rebflächen sind zu 95 Prozent geschädigt. Betroffen sind auch die Obstbauern, weil der warme März die Fruchtentwicklung bei Steinobst zuvor begünstigt hatte.

roRo

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