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Waldbonus kommt nicht

Landwirtschaft

Wald bekommt keine Gutschrift als CO2-Senke

Wald ist einer der bedeutendsten Senken für Kohlendioxid. Aber nur, wenn Bäume heranwachsen und Biomasse bilden. Eine aktive Waldnutzung vermeidet rund 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen, die in Nutzholz beispielsweise für den Hausbau langfristig festgelegt sind. Die FDP beklagt, dass im Emissionshandelssystem der E(U dem Wald für die Aufnahme von CO2- keine Gutschrift gegeben wird. Obwohl die EU dem Wald einen positiven Beitrag für das Klima bescheinigt.

In einem Antrag im Bundestag hat die Partei eine Anerkennung der Waldwirtschaft für eine Klimaschutzleistung vorgeschlagen, die Nutzung von Forsten eine Stabilität der CO2-Bindung darstelle und auf Daten der Bundeswaldinventur ein Vergütungssystem für die Schaffung von Waldspeichern für Kohlendioxid entwerfe.

Der Agrarausschuss des Bundestages hat den Antrag abgelehnt. Die Union rechnet vor, dass bei einem künftigen CO2-Preis von 25 Euro je Tonne Deutschland bei aktuell jährlich rund 800 Millionen Tonnen etwa 20 Milliarden Euro zusammenkämen. Wenn zehn Prozent der Summe dem Wald zugutze kommen, dürfte die Waldwirtschaft mit 160 bis 180 Euro je Hektar rechnen, die in eine Ökosystemleistung investiert werden. Die Sozialdemokraten ergänzen, dass in Kalamitätszeiten, die Vergütung in ein Defizit laufe. Die rheinland-pfälzische FDP habe sich zudem in der Wald-Erklärung des Landes für einen Wald-Zukunftsfonds ausgesprochen. Die Linksfraktion bezweifelt, dass jede Waldnutzung einen Systembeitrag für das Klima leiste. Das eigentliche problem sei derzeit, dass sich viele Kleinwaldbesitzer ihren Wald nicht mehr leisten können. Bündnis 90/Die Grünen fürchten um das Biodiversitätsziel von fünf Prozent ungenutzten Wald. Die AfD warnt vor bürokratischen Auswüchsen, stimmte aber mit der FDP vergeblich für die Idee.

roRo

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