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Waldzustandsbericht Baden-Württemberg

Landwirtschaft

Sorgenkind Esche im Badischen Wald

Der am Donnerstag vorgestellte Waldzustandsbericht Baden-Württemberg zeigt zwar wieder eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, doch bleiben die Schäden an den Bäumen auf unbefriedigend hohem Niveau, sagte Forstminister Alexander Bonde. Die Langzeitschäden der Rekordhitze 2015 sind zudem noch nicht absehbar. „Der fortschreitende Klimawandel wird den Wald künftig vor noch größeren Herausforderungen stellen“, erklärte Bonde.

Die deutlich geschädigte Waldfläche nahm dem Bericht zufolge um sechs Prozentpunkte auf 36 Prozent ab. Der Anteil des nicht geschädigten Waldes nahm um fünf Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Die Nadel- und Blattverluste reduzierten sich um 2,1 Prozentpunkte auf 23,7 Prozent. Das hört sich zwar gut an. Aber die Werte liegen über dem Niveau des so genannten „Waldsterbens“ von vor 30 Jahren.

Auch in Baden-Württemberg leidet der Wald am Eschentriebsterben. Der höchste Eschenanteil im Wlad befindet sich im „Ländle“ und ist nach Buche und Eiche der drittmeiste Laubbaum. Meist steht er in der Oberrheinebene und auf der Schwäbischen Alb. Der für das Eschentriebsterben verantwortliche Pilz, das falsche weiße Stengelbecherchen breitet sich rasant aus. Die Blattverluste der Eschen stiegen um sieben Prozentpunkte auf 37,2 Prozent (Foto).

„Waren in den vergangenen Jahren lediglich einzelne Bäume befallen, so sind mittlerweile ganze Eschenbestände vom Absterben bedroht“, warnt Bonde. Die vorgeschädigten Bäume werden dann von weiteren Schaderregern befallen. Der Landesforst will das Thema wissenschaftlich intensiver begleiten.

Lesestoff:

Den Bericht finden Sie auf www.fva-bw.de

roRo; Foto: March Metzler BW Forst

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