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Warum Brasilien die Rinderhaltung intensivieren sollte

Landwirtschaft

Rinder aus brasilianischem Regenwald fern halten

Brasiliens Landwirtschaft konkurriert mit dem Erhalt des Regenwaldes. Die „grüne Hölle“ gilt als stabilisierendes System für das globale Wettergeschehen – brasilianisches Rindfleisch ist ein Exportschlager für das Land.

Eine neue Studie des Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Österreich hat im Rahmen einer neuen Studie den Vorschlag zur Intensivierung der Rinderhaltung gemacht, um die Treibhausgasemissionen des Landes um 26 Prozent zu senken.

Weite Weideflächen

Brasilien ist der zweitgrößte Produzent für Rindfleisch und der größte Exporteur. Die Tiere werden auf rund einem Viertel der Landesfläche gehalten, wobei 80 Prozent davon erst jüngst gerodeter Regenwald sind. Brasilien hat in den letzten 20 Jahren mehr Wald als andere Länder verloren und Entwaldung bildet zu 20 Prozent der menschlich verursachten Treibhausgasemissionen.

Bisher waren Studien zur brasilianischen Rinderhaltung in ihren Ergebnissen unentschieden. Eine Intensivierung könnte zu niedrigeren Rindfleischpreisen und steigendem Konsum führen. Oder sie führen zu steigen Preisen und steigendem Erzeugung. In beiden Fällen würde mehr Regenwald gerodet.

„Unsere Studie zeigt, dass die Einsparung an Treibhausgasen durch eine Intensivierte Beweidung die möglichen neuen Emissionen übersteigt“, führt IIASA-Forscher Aline Mosnier an. Zwei Politiken sind möglich: Einmal eine Subventionierung der Intensivierung oder eine Besteuerung der traditionellen Weidehaltung. In beiden Fällen würden die Emissionen zwischen 2010 und 2030 um die Hälfte sinken. Die Hälfte davon resultiert aus eingesparter Entwaldung.

Lesestoff:

Cohn AS, Mosnier A, Havlik P, Valin, H, Herrerro M, Schmid E, O’Hare M, Obersteiner M. (2014). Cattle ranching intensification in Brazil can reduce global greenhouse gas emissions by sparing land from deforestation. Proceedings of the National Academy of Sciences. www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1307163111

roRo

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