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Welche Schwefeldüngung zu Leguminosen?

Landwirtschaft

Wann lohnt sich eine Schwefeldüngung bei Leguminosen?

Lange Zeit gab es genügend Schwefeleinträge aus der Atmosphäre. Seit Ende der 1990er Jahre wird die Luft sauberer und die Einträge des für Pflanzen wichtigen Nährstoffes gehen zurück. Als Sulfat wird Schwefel zudem leicht ausgewaschen, so dass Schwefel wieder gedüngt werden sollte.

Nach einer Studie der Universität Gießen weisen 70 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Flächen im Frühjahr nur noch 30 Kilogramm verfügbaren Schwefel je Hektar auf. Bei Leguminosen sind keine exakten Bedarfszahlen bekannt, aber bei 100 Dezitonnen Ertrag pro Hektar entziehen Leguminosen dem Boden zwischen 30 und 50 Kilo. Damit liegt die Versorgung im Boden am unteren Ende des Bedarfes, was bei Leguminosen zu einer schlechteren Fixierleistung von Stickstoff führt, auf die Landwirte mit dem Anbau von Bohnen und Lupinen setzen.

Nach Düngungsversuchen mit schnell verfügbaren 60 Kilo Kalzium- oder Magnesiumsulfat pro Hektar steigen die Trockenmasseerträge von Luzerne-Kleegrasbeständen um 24 Prozent. Die Fixierleistung von Stickstoff lag im Mittel der Versuche der Landwirtschaftskammer Niedersachsen um 31 Prozent höher. Aber: Viel hilft nicht viel. Bei Wassermangel erweist sich eine Schwefeldüngung als wirkungslos. Ob tatsächlich ein Schwefelmangel vorliegt, zeigt nur eine Pflanzen- oder Bodenanalyse.

Für den Ökolandbau sind Wirtschafts- oder Handelsdünger wie Mist und Kompost für eine langfristige Schwefelversorgung wichtig. Im ersten Jahr der Ausbringung werden lediglich fünf bis zehn Prozent der Menge für die Pflanzennutzung freigesetzt.

Lesestoff:

Links zu den verschiedenen Studien: www.oekolandbau.de -> Erzeuger -> Pflanzenbau -> Allgemeiner Pflanzenbau -> Nährstoffmanagement -> Schwefeldüngung -> Schwefeldüngung von Leguminosen

roRo

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