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Weltleitmesse BioFach empfängt internationales Fachpublikum

Landwirtschaft

Bio wächst in allen Punkten

Bis Samstag ist Nürnberg wieder die globale Metropole des Biohandels. Im letzten Jahr kamen nahezu 49.000 Gäste aus mehr als 130 Ländern, um sich über die neuesten Trends der Öko-Welt auszutauschen. Sobald die Rohware die landwirtschaftlichen Betriebe verlässt wandeln sie Verarbeiter in Trockenprodukte, Säfte, Süßes oder Backwaren um. Die dem Ökolandbau nahestehenden Ernährungstrends vegan und Vegetarisch haben sich auf dem Nürnberger Messegelände ihre Stammplätze erobert – der Bereich der Kosmetik ist mit der Vivaness das bekannte Messedoppel zur BioFach.

In diesem Jahr versammeln sich 2.749 Aussteller aus 87 Ländern. Der internationale Anteil beläuft sich auf 70 Prozent, bei der Vivaness sind es 67 Prozent, berichtet Petra Wolf aus der Geschäftsleitung der NürnbergMesse Group. Begleitet wird die Messe durch ein umfangreiches Fachprogramm und einem der Höhepunkte, der Vorstellung der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Mittwochvormittag.

771 Produktneuheiten stellen sich den Händlern und sowohl die Newcomer der BioFach als auch der Vivaness bewerben sich auf ihren Gemeinschaftsständen um den Preis des Bundeswirtschaftsministeriums „Deutscher Newcomer“.

Im Bereich der Lebensmittel zeichnet sich eine Vertiefung der Trends Convenience, Feinkost und Algen ab.

Endlich drückt sich der Trend auch auf die Erzeugerseite durch, wenn derzeit auch noch offen bleibt, wie nachhaltig das ist, also wie lange die „Neuen“ bei der Stange bleiben. Im letzten Jahr stellten täglich fünf Landwirte auf die ökologische Produktion um, stellt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zum Start der BioFach fest. Fast jeder Zehnte Landwirt wirtschaftet jetzt ökologisch, kommentiert BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig. Ursache sind starke Engagements der Bundesländer und die Aussicht auf stabile Preise. Die Ökofläche stieg um 96.633 auf 1.185.471 ha. Das entspricht einem Plus von 8,9 Prozent. Aktuell wirtschaften 26.855 Höfe ökologisch.

An der Ladenkasse macht sich der Trend mit einem Plus von 9,9 Prozent auf 9,48 Milliarden Euro bemerkbar. Mittlerweile folgt der Ökohandel auch dem Non-Food-Trend und erzielt damit ebenfalls satte 3,21 Milliarden Euro Umsatz.

Vor diesem Hintergrund erwartet BÖLW-Vorstand Felix Prinz zu Löwenstein von Schmidt eine starke Zukunftsstrategie als „Signal für den Umbau der Landwirtschaft in Richtung Bio“.

roRo

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