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Weltwassertag

Landwirtschaft

Die blaue Dauerkrise

Heute ist Weltwassertag. Gelegenheit auf das wichtigste Elixier des blauen Planeten zu schauen.

Agrarpreise werden deutlich steigen
Die Aussichten auf die Sicherung der Welternährung sind nach Ansicht des Humboldt Forum für Ernährung und Landwirtschaft schlecht. Zwar werde der Bedarf an Nahrungsgütern in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts um 100 Prozent steigen, aber das Angebot werde nicht in gleichem Maße Schritt halten. Ursache dafür sind begrenzte Ressourcen – wie beispielsweise Wasser. Zusammen mit der Nutzungskonkurrenz mit nachwachsenden Rohstoffen, steigenden Produktionskosten und dem Klimawandel ergeben sich dramatische Änderungen im Preisniveau der Agrargüter. Anlässlich des Weltwassertages warnt das Humboldtforum angesichts dieser Preisaussichten vor einem Anstieg der Mangelernährung, die heute bereits eine Milliarde Menschen betrifft und sozialer Eskalation.

Internationale Agrarpreise 2003/05 bis 2015/17 in US-Dollar je Tonne

Markt

2003/05

2015/17

Veränderung

Weizen

158

272

+ 172 %

Mais

106

219

+ 207 %

Sonst. Getreide

91

137

+ 151 %

Ölsaaten

288

492

+ 171 %

Zucker

250

493

+ 197 %

Q: von Witzke et al. Global Agricultural Market Trends Revisited, HU Berlin 2009

Nur rund 2,5 Prozent des globalen Wassers sind nicht salzig. Zwei Drittel davon sind in Gletschern und Polkappen gebunden. 70 Prozent des Rests werden von der Landwirtschaft genutzt. Dabei zeigt nach Analyse des Humboldt Forums die Vergangenheit, dass die Steigerung der Agrarproduktion immer mit einem steigenden Wasserverbrauch verbunden ist. Wenn die Ressource begrenzter wird, lässt sich die Produktion nicht weiter steigern. „Für eine nachhaltige Nutzung der knappen Ressource Wasser und zur Sicherung der Ernährung der Welt muss die Effizienz des Wassereinsatzes rasch und deutlich erhöht werden“, sagt Professor Harald von Witzke, Präsident des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft.
Zum Weltwassertag hat das Humboldt Forum seine Berliner Erklärung veröffentlicht:
> Zusätzliche Anstrengung im Bereich der Forschung und Entwicklung von effizienteren Institutionen des Wassermanagements.
> Steigerung der Wassereffizienz der Nutzpflanzen durch Investitionen in die Pflanzenzüchtungsforschung und Wasserinfrastruktur.
> Konzentration der Agrarproduktion vorrangig auf Regionen, in denen Wasser reichlich verfügbar ist, u. a. durch ein liberales internationales Handelssystem.
> Preis für Wasser, der dem Wert dieser knappen Ressource für die Gesellschaft entspricht.
> Stärkere Betonung der Bedeutung von Wasser und Welternährung in der internationalen Debatte.
Um die Ziele zu erreichen soll ein internationaler Wassergipfel einberufen werden.

Wasserreich und Wasserknapp
Aktuell haben rund 88 Prozent aller Menschen ein ausreichendes Wasserangebot. Sechs Prozent leben nach Angaben der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung mit einer Wasserknappheit. Wasserknapp sind Menschen, die zwischen 1.000 und 1.666 Kubikmeter Wasser im Jahr zur Verfügung haben. Unter Wassermangel leiden rund 4,5 Prozent der Weltbevölkerung, die mit weniger als 1.000 Kubikmeter auskommen müssen. Bis 2025, so die Stiftung, sinkt der Anteil der „Wasserreichen“ auf 63 Prozent. Mit 26 Prozent ist mehr als jeder Vierte „Wasserknapp“ und elf Prozent der Menschen werden unter Wassermangel leiden.

Jahresmotto: sauberes Wasser
Wasser ist nicht gleich Wasser. Nicht nur Salz im Wasser macht es für Landwirtschaft, Tier und Mensch ungenießbar – sondern auch die Verschmutzung. Daher lautet das Motto in diesem Jahr „Sauberes Wasser für eine gesunde Welt“.
Genau diesem Aspekt widmet sich die Öffentlichkeit zu wenig, meint die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und fordert mehr Aufklärung und ein stärkeres Engagement. Das setzt aber eine erheblich stärkere Penetration des Themas und nachvollziehbare Informationen voraus, betont Geschäftsführer Jens Wischmann zum Weltwassertag.
Schon im vergangenen Jahr hat der Verband ein Positionspapier vorgelegt, dass zweckgebundene Investitionen in und für die Entwicklungsländer einfordert. Dazu gehören beispielsweise intelligente Recyclingsysteme. Wischmann weist auf die technologische „Führungsrolle“ bei der Entwicklung und Produktion deutscher Wassertechnologie hin.

Blaues und grünes Wasser
Pro Jahr fallen rund 110.000 km3 Niederschlag. 70.000 km3 werden als so genanntes „grünes Wasser“ von den Pflanzen wieder verdunstet. 40.000 km3 gelten als wiederverwendbares „blaues Wasser“. Davon fließen etwa drei Viertel unkontrolliert zurück ins Meer. knapp 14.000 km3 gelten als Wasserressource für die Gewinnung von Frischwasser.
Von dem Niederschlag, der über Land niedergeht, werden 40 Prozent von Wäldern genutzt, 36 Prozent erreicht wieder den Ozean, 15 Prozent geht auf Weideland nieder, sieben Prozent werden von der Regenfeldbewässerung genutzt. Jeweils 0,9 Prozent werden von Pflanzen in Bewässerungsgebieten direkt genutzt und sickern in den Grundwasserspeicher der Böden. Jeweils 0,1 Prozent verdunsten aus Seen und Flüssen und werden für die städtische Nutzung daraus entnommen.
Q: Unesco

Brunnen für Äthiopien
„Gerade in mitteleuropäischen Ländern ist sauberes Trinkwasser selbstverständlich. Dass dies in vielen Teilen der Erde wie etwa auf dem afrikanischen Kontinent nicht der Fall ist, ist uns oft gar nicht bewusst. Solange aber auf der Welt immer noch Menschen an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser sterben, müssen wir alle unserer Verantwortung gerecht werden - und helfen.“ Das sagt zum Weltwassertag Almaz Böhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe Menschen für Menschen. Nur 42 Prozent der Menschen haben Zugang zu sauberem Wasser. Die nächste Wasserstelle ist kilometerweit entfernt und es herrscht chronischer Wassermangel. Die hohe Sterblichkeit bei Kindern führt die Stiftung auf Verunreinigungen von Wasser und fehlenden sanitären Einrichtungen zurück. Zur Verbesserung der Trinkwassersituation werden Quellfassungen und Pumpbrunnen in Nähe von Dörfern gebaut. In besonders trockenen Regionen müssen Tiefbrunnen gebohrt werden. Seit der Gründung der Hilfsorganisation hat Menschen für Menschen mehr als 1.400 Wasserstellen, 65 Wasserreservoirs und 50 Bewässerungsanlagen errichtet. Zusammen mit dem Entwicklungsministerium wurde in Alge, einer Kleinstadt im Südwesten ein ganzes Trinkwassernetz für 16.000 Menschen installiert.

Spendenkonto Menschen für Menschen
Kontonummer: 18 18 00 18 / Bankleitzahl: 701 500 00 / Stadtsparkasse München

Dezentrale Abwasserversorgung in Jordanien
Jordanien gilt als eines der trockensten Ländern der Erde. Das Land deckt seinen Wasserbedarf bislang größtenteils aus Grundwasser, was angesichts der steigenden Bevölkerung und wachsenden Nutzung für die landwirtschaftliche Bewässerung die Reserven bedroht. So sinkt der Wasserspiegel des Toten Meeres jährlich um rund einen Meter. Die Wasserstrategie des Landes aus dem Jahr 2009 sieht vor, die Menge des wiederverwendbaren Wassers bis zum Jahr 2022 auf 256 Millionen Kubikmeter zu erhöhen. Das wäre dann viermal so viel wie heute und würde die Grundwasserressourcen um etwa ein Fünftel entlasten.
Aufbereitung in Amman UFZIn der letzten Woche wurde in Fuheis bei Amman eine Demonstrationsanlage für eine dezentrale Abwasserwirtschaft offiziell eröffnet. Sie steht auf dem Geländer der Technischen Universität Al-Balqa. Der Standort wurde unter anderem vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) unterstützt.
Die Demonstrationsanlage ist Teil des internationalen Forschungsprojektes SMART (Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies). Israelische, palästinensische, jordanische und deutsche Forscher, Ministerien und Unternehmen arbeiten dabei zusammen, um ein integriertes Wasserressourcenmanagement für das Einzugsgebiet des Jordans zu erarbeiten, das sich auf mehrere Länder des Nahen Osten erstreckt. Die Anlage soll Modellcharakter für andere aride Regionen haben.
Die Wiederverwendung von Abwasser gehört daher genauso zum Konzept wie der Schutz der Ressourcen vor Verschmutzung, eine künstliche Grundwasseranreicherung und einer Bedarfssteuerung durch eine angepasste Preispolitik. „Die Erfahrungen aus den Arbeiten in Fuheis helfen uns, die Betriebskosten und die Stabilität der Abwassertechnischen Pilotanlagen im arabisch-ariden Klima zu optimieren. Als nächstes wollen wir das Know-how auf einen größeren Maßstab übertragen“, erläutert Projektleiter Dr. Roland A. Müller vom UFZ.

Trinkwasserförderanlage in der Höhle
In diesem Monat wurde eine weltweit einzigartige Trinkwasseranlage in Betrieb genommen. Mehr als 100 Meter unter der Erde, in der Höhle Gua Bribin auf Java hat der Pumpenbauer KSB eine Wasserförderanlage errichtet, die der Region Gunung Kidul Wasser liefert. Dort fehlen oberirdische Wasserspeicher und die Niederschläge sammeln sich in den Höhlen und fließen ungenutzt in den Ozean. Realisiert wurde die Anlage durch die Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Der besondere Kniff: Da die ländlicheKSB Pumpwerk von KIT Gegend über kein Stromnetz verfügt und dieselbetriebene Aggregate wegen der hohen Kosten zu teuer sind, musste eine besondere technische Konstruktion Abhilfe schaffen. Die Lösung bietet das Wasser selbst: Durch Stauen des unterirdischen Flusses lässt sich genug Energie gewinnen, um die Pumpen anzutreiben. Statt teurer und wartungsintensiver Turbinen übernehmen rückwärtslaufende Pumpen jetzt in der Tiefe die Energieerzeugung. Über eine mechanische Koppelung werden die Pumpen angetrieben, die das Wasser nach oben befördern. Für rund 75.000 Bewohner stehen nun pro Tag und Person mehr als 50 Liter Trinkwasser bereit; ohne die Anlage waren es lediglich 10 Liter.

Wasser: Kommunal oder Privat?
Seit Jahren geht der Streit, ob die Wasserversorgung kommunal oder privat organisiert werden soll. Während die Privatisierung in den Industrieländern oft mit einem Rückzug aus dünn besiedelten Regionen verbunden ist, sorgt sie in Entwicklungsländern für eine Erschließung des ländlichen Raums, weil der Staat dafür kein Geld ausgeben möchte.
Für den in der letzten Woche neu gewählten ehrenamtlichen Vize-Präsidenten des Verbandes kommunaler Unternehmen( VKU), Dr. Michael Beckereit keine Frage: „Wasser am besten in kommunaler Hand“. Unter diesem Motto vertritt der VKU mit seiner Sparte Wasser/Abwasser die Interessen von mehr als 750 kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgern. Im Bereich der Wasserwirtschaft halten die kommunalen Unternehmen noch rund drei Viertel Marktanteil. In den Bereichen Strom sind es 56 Prozent, bei Erdgas und Wärme jeweils gut 50 Prozent, aber beim Abwasser nur noch elf Prozent.
Hauptgeschäftsführer des VKU Hans-Joachim Reck reagiert auf die jüngste Diskussion über die Wasserpreise: „Die Fokussierung auf rein ökonomische Aspekte in der Trinkwasserversorgung gefährdet nicht zuletzt Investitionen in einen nachhaltigen Gewässerschutz. Die vielen Leistungen der kommunalen Wasserwirtschaft müssen deshalb bei allen Wasserpreisvergleichen zwingend berücksichtigt werden.“

Wie gut ist das deutsche Trinkwasser?
Anlässlich des Weltwassertages hat die Stiftung Warentest ihre Blei-Umweltkarte erneuert. In den letzten 15 Jahren hat die Stiftung rund 37.000 Trinkwasserproben analysiert. Diese Messergebnisse sind in die aktuelle Version der Blei-Umweltkarte eingeflossen. Auf ihr kann man sehen, in welchen Regionen sich die Wasserbelastung verbessert oder verschlechtert hat. Im Großen und Ganzen ist das Leitungswasser in Deutschland von guter Qualität, Gefahr droht jedoch in Haushalten, deren Wasser durch alte Bleirohre fließt:

Blei Umweltkarte Stiftung Warentest

Verbreitet sind diese vor allem in Altbauten in Nord- und Ostdeutschland. Steht das Wasser länger in der Leitung, können sich Schwermetalle wie Blei im Wasser anreichern und beim Verzehr die Gesundheit gefährden. Vorsicht gilt besonders für Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Seit 1. Dezember 2003 beträgt der Grenzwert für Blei im Trinkwasser 25 Mikrogramm. Dieser soll bis 2013 auf 10 Mikrogramm weiter gesenkt werden.
Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann eine heimische Trinkwasserprobe zur Analyse an die Stiftung Warentest schicken. Für 28 Euro ermitteln Experten wie viel Blei, Kadmium, Kupfer und Zink das Wasser enthält. Mitmachen ist ganz einfach: Nach Ausfüllen des Teilnahmecoupons, wird eine Probenahmeflasche samt Anleitung und Fragebogen zugeschickt. Das Ergebnis bringt Klarheit über mögliche Belastungen und gibt wertvolle Hinweise und Tipps.

Ein Prozent des Konsum
Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister aus Mecklenburg-Vorpommern verweist zum Weltwassertag auf die Selbstverständlichkeit, sauberes Wasser in Deutschland zu haben. „Und dies zu erschwinglichen Preisen.“ So entfallen nur ein Prozent der Konsumausgaben eines normalen Haushalts auf die Wasserversorgung. Hinter dem Mott „Sauberes Wasser für eine gesunde Welt“ stehe aber noch mehr. Dazu gehöre die Sicherung der Trinkwasserversorgung, durch Ausweisung von Trinkwassergebieten, die Entwicklung moderner Aufbereitungsanlagen, die Investition in eine flächendeckende Abwasserversorgung, die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, sowie die Umsetzung des Bodenschutzes und die Beseitigung von Altlasten. Mecklenburg-Vorpommern hat seit 1990 die Verbesserung der Trinkwasserversorgung mit mehr als 100 Millionen Euro gefördert. Im Bereich der Abwasserversorgung hat das Land nach eigenen Angaben sogar mehr als 900 Millionen Euro investiert. Minister Backhaus betont, dass der Anschlussgrad an zentrale Kläranlagen von 64 auf über 86 Prozent erzielt werden konnte.
Dr. Juliane Rumpf, Landwirtschaftsministerin aus Schleswig-Holstein verteidigt die Wasserrahmenrichtlinie. Sie mache nicht nur Vorgaben für den Schutz von Flüssen, Seen und Küsten, sondern auch für das Trinkwasser. Schleswig-Holstein stehe im Vergleich zu vielen anderen Regionen gut da: Es gebe Wasser im Überfluss, „doch der gute Zustand des Grundwassers ist in einigen Regionen gefährdet“, teilt das Ministerium zum Weltwassertag mit. Maßnahmen zur Verbesserung seine bereits zahlreich umgesetzt. Eine davon ist die kostenlose Gewässerschutzberatung für Landwirte, die seit August 2008 Informationsveranstaltungen und Schulungen durchführen. Die Beratung hat das Ziel, die Auswaschung von Nährstoffen zu reduzieren. Sechs Beratungsgebiete gibt es, die sich vor allem auf die gefährdeten Grundwasserkörper unter den durchlässigen Böden der Geest konzentrieren.

Wasserzahlen:
Deutschland hat einen jährlichen Wasser-Fußabdruck von 159,5 Mrd. m³ - das ist mehr als das dreifache Volumen des Bodensees (48 Mrd. m³). Darin berücksichtigt ist nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch das in Lebensmitteln und Industriegütern enthaltene Virtuelle Wasser.
Umgelegt auf die Einwohnerzahl hat jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5288 Litern, was etwa 25 Badewannenfüllungen entspricht - und das, obwohl der direkte Wasserverbrauch von Privatpersonen bei rund 125 Litern pro Kopf und Tag liegt.
In Spanien gibt es 500.000 illegal genutzte Brunnen. Dahinter verbergen sich allerdings nicht Privatpersonen sondern große Agrar-Betriebe.
Für die Bewässerung eines 18-Loch-Golfplatzes werden in Spanien oder der Türkei jedes Jahr geschätzte 700.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Damit ließe sich ein Jahr lang eine Stadt mit 15.000 Einwohnern mit Trinkwasser versorgen.
In einem kleinen Frühstück stecken rund 365 Liter virtuelles Wasser: ein Frühstücksei für 135 Liter, eine Scheibe Brot noch einmal 40 Liter, die Tasse Kaffee schlägt mit 140 Litern zu Buche und für eine Scheibe Käse werden noch einmal 50 Liter berechnet.
Q: WWF

Westerwelle und Niebel im Wash-Team
„Wash United“ ist ein fiktiver Sportverein, der mit Hilfe von internationalen Fußballstars das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser sowie Sanitärversorgung einwirbt. Außenminister Dr. Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel fördern die Initiative, die während der Weltmeisterschaft in Südafrika in acht afrikanischen Ländern aktiv ist. Beide Minister empfangen heute die unabhängige Expertin der Vereinten Nationen zum Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung, Catarina de Albuquerque. Die Portugiesin hat die Aufgabe, die rechtlichen Verpflichtungen für das Recht zu klären und will mit „best practices“-Beispielen die Erfüllung der Millenniumentwicklungsziele im Wassersektor erfüllen helfen.

Welt ohne Wasser
Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Eine Welt ohne Wasser wäre eine Welt ohne Pflanzen, Tiere und Menschen. Diese apokalyptische Vorstellung könnte bald Realität werden: Bereits heute versiegen Flüsse, Seen trocknen aus, das Grundwasser zieht sich zurück. Aktuell haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gesundheit und Welternährung sind in unbekanntem Ausmaß bedroht. Gerechte Wasserverteilung ist daher eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts. Das Buch beleuchtet nicht nur die zerstörerischen Auswirkungen von steigendem Wasserverbrauch und globaler Wasserverknappung, sondern auch die Kultur und Geschichte der Wassernutzung sowie die wirtschaftlichen und politischen Aspekte. Nicht zuletzt stellt es die Frage nach einem grundsätzlich angemessenen Verhältnis des Menschen zur Natur.
Darum geht es in dem Buch von Politikprofessor Peter Cornelius Mayer-Tasch.

Lesestoff:
Wasser und Ernährung: www.humboldtforum.org
Wassertagung der TU Berlin
Sauberes Wasser: www.sanitaerwirtschaft.de
Blei-Umweltkarte: www.test.de/analyse-trinkwasser
Brunnen für Äthiopien: www.menschenfuermenschen.de
Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies (SMART): www.iwrm-smart.org
Den fiktiven Sportverein finden Sie unter www.wash-united.org
Mayer-Tasch, Peter Cornelius: Welt ohne Wasser, 24,90 €, EAN 9783593390376, Campus Verlag
Mehr zur Gewässerschutzberatung in Schleswig-Holstein, die im Jahr 2011 abschließend ausgewertet wird, finden sie unter www.wasser.sh

VLE; Fotos: Blei-Umweltkarte: Stiftung Warentest; Kinder in Äthiopien: Äthiopienhilfe; Abwasseranlage in Jordanien: UFZ; Förderanlage auf Java: obs/KSB AG; Buchcover: Campus Verlag

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