Menü

Wertverlust der Agrarrohstoffe senkt Einkommen per AK

Landwirtschaft

EU-Einkommen per landwirtschaftlicher Arbeitskraft gesunken

Im Vergleich zum Vorjahr sind die landwirtschaftlichen einkommen je Arbeitskraft nach ersten Schätzungen in diesem Jahr um 1,7 Prozent gesunken. Das hat Eurostat aus den Zahlen der Mitgliedsländer errechnet. Zwischen 2005 und 2014 ist das Realeinkommen der landwirtschaftlichen Betriebe pro Arbeiter um 34,4 Prozent angestiegen, der Einsatz von Arbeitskräften auf landwirtschaftlichen Betrieben aber um 24,6 Prozent zurückgegangen. Für das Jahr 2014 ist das Betriebseinkommen je Arbeitskraft um vier Prozent gefallen, die Zahl der Arbeitskräfte je landwirtschaftlichen Betrieb um 2,3 Prozent. Das hat das Einkommen je Arbeitskraft ein wenig aufgefangen. Das am Ende dennoch ein Minus von 1,7 Prozent steht führt Eurostat auf die gesunkenen Rohstoffwerte der Erzeugnisse zurück. Bei Feldfrüchten sank der Wert um sechs Prozent, bei tierischen Produkten um 0,9 Prozent über alle 28 Mitgliedsstaaten hinweg.

Arbeitskosten

Am Montag hat Eurostat die Arbeitskosten in den 28 EU-Mitgliedsländern (EU28) und den 18 Euroländern (EA18) aus dem Jahr 2012 verglichen. Die teuersten Stunden gibt es im Finanzbereich. Sie liegen um 50 Prozent höher als andere Arbeitsstunden in anderen Sektoren.

Die größten Steigerungen über alle Sektoren hinweg und außerhalb der Eurozone gab es in Bulgarien (+ 33,7 Prozent), Polen (22,5) und Rumänien mit 19,3 Prozent. Die Arbeitskosten setzen sich aus Löhnen (rund 75 Prozent) und weiteren Kosten für die Arbeitgeber zusammen. Die Löhne in der EU28 sind in Bulgarien und Polen mit 33 und 17 Prozent am meisten gestiegen.

Arbeitszeiten

Im Durchschnitt muss der EU28-Bürger seit 2008 rund 15 Stunden weniger im Jahr arbeiten. Mit 1.735 Stunden schafft er aber mehr als der EA18-Bürger mit 1.629 Stunden. Der konnte 2012 seine Jahresarbeitszeit um 32 Stunden reduzieren. Quantitativ arbeiten die Malteser am meisten. Die haben schon 2008 mit 1.861 Stunden in der Eu am meisten geschafft und haben bis zum Jahr 2012 noch 100 Stunden im Jahr draufgelegt. Die Bundesbürger arbeiten quantitativ unterdurchschnittlich und haben ihre Jahresarbeitslast zwischen 2008 und 2012 um neun Stunden auf 1.641 reduziert.

Lesestoff:

http://ec.europa.eu/eurostat

roRo; Grafik: Eurostat

Zurück