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WLV hilft Bauern in Uganda

Landwirtschaft

Westfälische Bauern helfen ugandischen Berufskollegen

Uganda exportiert nahezu die gleichen Güter wie unter britischem Protektorat. Kaffee stellt bis zu 30 Prozent der Exporteinnahmen, Bananen weitere elf Prozent und Uganda ist ein wichtiger Exporteur von Gold. Der Süden und die Landesmitte weisen Wohlfahrtsgewinne auf, doch an den Landwirten geht der Effekt vorbei. Die landwirtschaftlichen Flächen werden durch Realteilung immer kleiner. Der Großteil der Bauern bewirtschaftet Flächen zwischen 0,3 und drei Hektar.

Mit zwei Regenperioden ist die Ausgangslage für einen ertragsfähigen Landbau zwar gut, doch fehlendes Kapital, mangelhafte Ausbildung und Zwischenhandel, der reale Marktinformationen verschleiert, hält die ugandischen Landwirte gefangen.

Schon 2012 hat der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) im Rahmen seines 150-jährigen Bestehens einen Scheck zum Aufbau einer genossenschaftlichen Struktur an die „Nakaseke Integrated Rural Development Initiative“ übergeben. Rund 1.100 Bauernfamilien in 46 Ortschaften sollen gemeinschaftlich Schulungen, Investitionen, und eine marktorientierte Landwirtschaft aufbauen. Dazu müssen Lagerstrukturen geschaffen werden, damit die Erzeugnisse gekühlt und verarbeitet werden.

Bis 2014 hat das Bundesentwicklungsministerium rund 140.000 Euro für das Projekt gegeben. Die Caritas Kasanaensis hat vor Ort weitere 15 Prozent Projektmittel eingetrieben und der WLV half mit jährlich 8.000 Euro über den Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (ILD).

Das Projekt geht in die nächsten drei Jahre und bietet unter anderem jährlich einem ugandischen Landwirt ein mehrwöchiges Praktikum auf einem WLV-Betrieb. Geplant ist eine Arbeitsgruppe „Landwirtschaftliche Entwicklung in Uganda“.

Lesestoff:

Mehr über das Projekt finden Sie auf der Seite www.wlv.de

roRo

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