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Wolfsnachweise und Risse in NRW

Landwirtschaft

NRW-Verbände fordern konkretes Wolfsmanagement

Nach mehrfachen Sichtungen und Rissen von Nutztieren im Kreis Wesel bereitet sich NRW nach Mitteilung des Düsseldorfer Landwirtschaftsministeriums auf die Ausweisung eines ersten Wolfsgebietes vor.

Die Weidetierhalter stehen damit vor enormen Herausforderungen, warnt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn. In einem gemeinsamen Schreiben von RLV, Schafzuchtverband NRW und Fleischrinderherdbuch Bonn haben die Verbände an Ministerin Ursula Heinen-Esser appelliert, jetzt alle Anstrengungen darauf zu richten, die Zukunft der ohnehin bedrohten Weidehaltung zu sichern.

Die Verbände drängen daher auf eine umfassende Nachbesserung der derzeitigen Regelungen. Auch sollten Schutzmaßnahmen unabhängig von der Ausweisung eines Wolfsgebietes allen interessierten Weidetierhaltern ermöglicht werden. „Besorgte Tierhalter fragen sich zu Recht, warum es erst Risse geben muss und Wölfe auf den Geschmack von Nutztieren kommen, bis den Betrieben geholfen wird“, unterstreicht Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, die Kritik der Verbände.

Die Förderung von Präventionsmaßnahmen und eine schnelle Entnahme von Wölfen, die trotz Schutzmaßnahmen Weidetiere mehrfach angreifen oder reißen, sind nach Auffassung der Verbände „zwei Seiten einer Medaille“ bei der Unterstützung der Tierhalter. Hierzu bedarf es einheitlicher und klarer Regelungen, die zügiges Handeln ermöglichen. Ein mehrmonatiges Zuwarten nach wiederholten Angriffen ist Tierhaltern auch mit Blick auf die Risiken im Herdenverhalten nicht zuzumuten.

RLV

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