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Zertifizierter Hauptstadtwald

Landwirtschaft

Berliner Öko-Wald als Vorbild

>BaumDer Berliner Stadtwald mit seinen ca. 25.000 Hektar erfüllt für den Großraum Berlin lebenswichtige Funktionen als Trinkwasserspeicher, Frischluftquelle und naturnaher Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Als Naherholungsgebiet für alle Großstädter bietet er Natur pur. Seit 2001 ist das komplette Waldgebiet Naturland zertifiziert, eine FSC-Zertifizierung im Jahre 2002 schloss sich an. Die Anerkennung ist auch das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit der Berliner Forsten mit den Umweltverbänden. In Kooperation mit der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e.V. (GFBM) reaktivierten die Berliner Forsten das Sägewerk im Grunewald. Naturland unterstützte hierbei den Aufbau einer neuen Trocknungsanlage.

Öko- und Soziales Engagement
Mit der Trocknungsanlage und dem Sägewerk wird die Weiterverarbeitung von Holz in den Wald zurückgeholt. Die GFBM als Träger der Anlagen verfolgt das Ziel, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dieses wird erreicht durch berufliche Bildung, durch Förderung von Allgemeinbildung und Sprachkompetenz oder durch gezieltes Heranführen von arbeitslosen und beschäftigten Menschen an die veränderten Anforderungen gewerblicher Arbeit. Die regionale und ökologische Weiterverarbeitung des Holzes sowie das soziale Engagement runden das nachhaltige Konzept um den Berliner Öko-Wald ab. Berliner Öko-Holz erreicht jetzt auch die Berliner Bürger: Erste Naturland zertifizierte Hocker im modernen Z-Design laden zum Ausruhen ein, Spielplätze und Freizeiteinrichtungen in Kitas und im Wald schließen sich an.

Historisches Engagement für den Wald
Der Waldbesitz der Stadt Berlin wurde Anfang des 20.Jahrhunderts auf Drängen engagierter Bürger und vorausschauender Stadtverordneter unter anderem dem preußischen Fiskus abgekauft, um die Abgabe an Bauspekulanten zu verhindern. Neben Wald im Stadtgebiet besitzt Berlin deshalb auch umfangreiche Waldflächen im Land Brandenburg, die Anfang der 90er Jahre an Berlin zurückgegeben wurden. Aktiven Naturschutz betreiben die Berliner Forsten durch die Sicherung seltener Lebensräume wie Moore und Trockenstandorte und die Erhaltung von wertvollem Biotopholz. Winterquartiere für Fledermäuse werden eingerichtet, um einzelne Arten zu erhalten und zu fördern. Hauptbaumarten sind Eiche und Kiefer, reich strukturierte Mischwälder sind das Ziel der ökologischen Waldbewirtschaftung für das gesamte Waldgebiet.

Naturland (Foto: roRo)

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